Frauenärztin Düsseldorf Sabrina Bergstein

Wechseljahre

Den Wandel als Neuanfang verstehen.

Jede Frau erlebt die Wechseljahre anders. Durch Hitzewallungen oder vermehrte Nervosität kann die nächtliche Ruhe gestört sein. Viele Frauen haben Stimmungsschwankungen oder Angst vor dem Älterwerden. Sie befürchten Einbußen hinsichtlich Ihrer Attraktivität sowie Ihrer geistigen und körperlichen Leistungsfähigkeit. Nicht wenige Frauen führen auch Probleme in Ihrer Sexualität oder in Ihrer Partnerschaft auf die Wechseljahre zurück.

Natürlich ist es so, dass die Wechseljahre mit den typischen Beschwerdebildern wie Hitzewallungen, Schlafstörungen, Alterung und Trockenheit der Haut, depressive Verstimmung, Haarausfall, Gelenkbeschwerden etc. auftreten können. Dies bleibt jedoch abzuwarten und muss nicht zwangsläufig passieren.

Es beginnt ein neuer Lebensabschnitt, der durchaus positiv sein kann. Die Kinder sind nun eigenständig und der gewonnene Freiraum gibt Ihnen die Möglichkeit, Pläne zu schmieden und neue Ziele und Ideen zu verwirklichen. Konzentrieren Sie sich dabei auf das ursprüngliche Ich, das es auch schon vor Partnerschaft, Familie und Kinder gab. Möglicherweise hatten Sie jahrelang mit einer schmerzhaften Periodenblutung zu kämpfen oder litten unter Nebenwirkungen Ihres Verhütungsmittels – das ist jetzt Vergangenheit.

Glücklicherweise leiden längst nicht alle Frauen unter den hormonellen Veränderungen und die wenigsten in starker Form.

Erleben Sie die Zeit der Wechseljahre als eine Art „Umbruch“, durch den ich Sie gern begleiten möchte. In einem offenen Dialog können wir kleine Wehwehchen aus der Welt räumen und Unpässlichkeiten mildern. Suchen Sie in dieser Zeit auch das vertrauensvolle Gespräch mit Ihrem Partner und entdecken Sie den Lebensabschnitt gemeinsam neu.

Sollten dennoch Probleme auftreten, die Ihre Lebensqualität beeinflussen, hält die moderne Gynäkologie ein breites Spektrum an Möglichkeiten zur Behandlung für Sie bereit:

Naturheilverfahren – Phytotherapie:

Durch pflanzliche Wirkstoffe werden schon seit Jahrzehnten Wechseljahrsbeschwerden effektiv therapiert. Sie kommen als Tees, Kapseln oder Tinkturen zum Einsatz. Hier spielen vor allem die Traubensilberkerze, Hopfen, Salbei, Johanniskraut und Schafgarbe eine Rolle. Aber auch Ginseng, Melisse, Baldrian und viele andere, wie pflanzliche Östrogene, sog. Isoflavone, sind sehr hilfreich.

Naturheilverfahren – Akupunktur:

Nach der traditionellen Vorstellung der chinesischen Medizin führt das Klimakterium zu einem Abfall des Nieren-Yin, oft in Verbindung mit einer Störung (Stagnation) der Lebensenergie Qi. Klinische Studien zeigen eine Minderung der typischen Beschwerden bei 50-88% der Patientinnen durch die Akupunktur. Besonders die psychovegetativen Symptome, wie Schlaflosigkeit, Hitzewallungen und Reizbarkeit sind sehr gut behandelbar.

Lifestyleberatung:

Ganz entscheidend ist Ihre eigene Einstellung. Wie betrachte ich diese Phase in meinem Leben? Ziehe ich mich zurück oder nutze ich die Zeit zur Neuorientierung? Definieren Sie neue Ziele!

Vieles im täglichen Leben können Sie unterstützend tun, wie beispielsweise Ihren Kaffeekonsum einschränken, sich viel an der frischen Luft bewegen und auf Nikotin verzichten. Auch physikalische Therapien, die einfach zu Hause durchzuführen sind, können bei bestimmten Symptomen hilfreich sein.

Entspannungstechniken wie Qi Gong und Yoga zeigen wohltuende Effekte für Körper, Geist und Seele.

Wir beraten Sie gern ausführlich und individuell.

Hormonersatztherapie:

Leider ist es nicht immer möglich mit Naturheilverfahren oder Lifestyleintervention Wechseljahrsbeschwerden angemessen zu lindern. Man kommt dann nicht umhin, eine zeitlich begrenzte Hormontherapie durchzuführen. Dies geschieht nach genauer Nutzen-Risiko-Analyse und natürlich im Hinblick auf eventuelle Kontraindikationen. Die Medikation sollte dabei individuell angepasst und die Einnahme bzw. Anwendung für Sie komfortabel sein. Gerne besprechen wir das Für und Wider gemeinsam.

Knochendichtemessung:

Eine Knochendichtemessung bzw. eine Osteodensitometrie ist ein technisches Verfahren, das zur Bestimmung der Dichte bzw. des Kalksalzgehaltes der Knochen dient.

Osteoporose, also eine Abnahme der Knochendichte, ist eine weit verbreitete Erkrankung bei Frauen in den Wechseljahren. Um Komplikationen zu vermeiden, kann diese einfache Untersuchung als Ultraschallmessung durchgeführt werden. Sollte dabei eine verringerte Knochendichte auffallen, so kann diese rechtzeitig mit Lifestyleinteraktion wie Bewegung und Ernährung oder aber auch medikamentös therapiert und somit die Gefahr der Knochenbrüche reduziert werden.

Die Untersuchung ist schmerzlos, dauert nicht lange und ermöglicht eine einfache Therapiekontrolle.

Besonders bei Calciummangel, schlanker Figur, Raucherinnen, schlechter Ernährung, Osteoporoserisiko innerhalb der Familie, chronischer Erkrankung oder gewissen Medikamenten (Cortisol) sollte zu Beginn der Wechseljahre eine Knochendichtemessung erfolgen.

Kontinenzberatung:

Inkontinenz ist noch immer ein Tabu-Thema. Aber Blasenschwäche muss heute in vielen Fällen nicht mehr sein. Es gibt eine ganze Reihe von Möglichkeiten, dem Problem zu begegnen. Eine ausführliche Anamnese mit genauer Interpretation des Beschwerdebildes ist hierbei erforderlich. Mit gezieltem Beckenbodentraining und lokaler Medikation erzielt man gute Erfolge. Auch eine Beckenbodenstimulation ist möglich. Sollten die genannten Methoden nicht zum gewünschten Erfolg führen, kann in vielen Fällen durch einen kleineren Eingriff die Symptomatik verbessert werden. Wir helfen Ihnen auf der Suche nach einem geeigneten Kontinenz-Zentrum.